Dauerbrenner Allacher Straße
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Münchenanzeiger
Untermenzing, 23.01.2012 12:00 |
ALLACH-UNTERMENZING (pgv) Seit Jahrzehnten beschäftigt die Auslastung der Allacher Straße die Anwohner nun schon, ohne dass eine Lösung gefunden wurde, die allen Forderungen gerecht wird. Aus- und Umbauten der Straße und der Unterführung gab es viele, die einzige Konstante war jedoch der stetig zunehmende Verkehr. Insbesonders der Durchgangsverkehr ist vielen Anwohnern ein Dorn im Auge. Doch eine für alle zufriedenstellende Lösung des Problems gibt es nicht. Das stellten auch diesmal der Bezirksausschuss fest. „Die aktuelle Lösung ist die bestmögliche für die kontroversen Bedürfnisse, ich wüsste nicht was wir noch tun könnten“, betonte Vorsitzende Heike Kainz. (pgv)„Nur die lange von der Stadt versprochene Verbindungsstraße in die Angerlohe, würde andere Lösungswege möglich machen“. Doch auch für diese Pläne finden sich bereits Gegenstimmen. „Wie man es macht, ist es falsch“ stellte Heike Kainz schmunzelnd fest. „Wir müssen vorerst mit den aktuellen Verhältnissen leben“.
Hort- und Krippenplätze sind oft Mangelware, berufstätige Eltern haben es schwer . Das ist auch im 23. Stadtbezirk traurige Realität. Was das im Einzelfall für die betroffenen Bürger bedeutet, schilderte eine allein erziehende Mutter aus Allach: Für ihre Tochter fand sich mit viel Glück ein Kindergartenplatz an ihrer Arbeitsstelle in Planegg, zur bevorstehenden Einschulung in die Pfarrer-Grimm-Schule jedoch gibt es keinen freien Hortplatz. Von den 300 Kindern die dort Betreuung benötigten, kann der Hort gerade 75 aufnehmen. Nun befürchtet die Mutter ihren Arbeitsplatz zu verlieren, wenn sie bis zum Herbst keinen Betreuungsplatz für ihre Tochter findet. Diese Problematik ist im Stadtteil lange bekannt, auch in der Manzoschule die viele Moosacher Kinder aufnehmen muss, herrschen ähnliche Zustände. Fälle in denen tatsächlich Mütter wegen fehlender Betreuungsmöglichkeiten ihre Arbeit verloren, sind bekannt. Heike Kainz schlug der Mutter konkret vor, sich mit einer Petition an den Landtag zu wenden. Der Bezirksausschuss selbst will sich noch einmal an das Schulreferat wenden um weitere Betreuungsplätze zu fordern und zu erfragen, nach welchen Kriterien denn die Anzahl der Hortplätze festgelegt wird.
Auch mit einem internen Thema musste sich der BA 23 auseinandersetzen. Es gibt Bestrebungen die Bezirksausschüsse in Stadtteilräte umzubenennen. Dazu veranlasste die Stadt München eine Anhörung aller BA´s. Dieser Vorschlag fand jedoch nur wenige Anhänger. Der Name sei inzwischen eingebürgert, eine Umbenennung würde nur Geld kosten und möglicherweise die Bürger verwirren, war zu hören. Auch vermittle der Titel Stadtteilrat, dass die Bezirksausschüsse über mehr Rechte und Möglichkeiten verfügten, als dies wirklich der Fall ist. Doch es gab auch Stimmen, die gerade dies als willkommenen Anlass sahen, für die Bürgergremien mehr Rechte einzufordern. Diese waren jedoch in der Minderheit, mit zwei Gegenstimmen wurde eine Umbenennung daher abgelehnt. |
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