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Fahrgäste stehen im Regen CSU findet MVG baut Murks - Kritik zurückgewiesen


Nachricht von: Münchenanzeiger
Pasing, 02.02.2012 12:00


Bei schlechtem Wetter drängen sich im Wartehäuschen die Fahrgäste. Sogar Streit um die trockenen Plätze soll es schon gegeben haben. Doch größere „Wartehallen“ gibt es nicht. Foto: kö
PASING (kö) „Baumurks“ wirft die CSU Pasing der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) an mehreren Stellen im Stadtteil vor. In der Kritik stehen der neue Busbahnhof am Pasinger Bahnhof und die gerade abgeschlossene Sanierung der Tramlinie 19. „Am Ende der Baumaßnahmen stellen wir fest, dass die geschaffene Realität mit den beschlossenen Bauplänen wenig zu tun hat“, so Vorsitzender Sven Wackermann. Auch der Bezirksausschuss monierte bereits, dass zwei zugesagte Fußgängerfurten am Busbahnhof nicht verwirklicht worden seien und fordert, diese nachträglich zu bauen. „Die MVG ist der falsche Adressat für die Anschuldigungen“, weißt Sprecher Christian Miehling die Vorwürfe zurück - denn das Projekt Busbahnhof laufe unter der Federführung des Baureferates.
Doch die Liste ist noch länger: Die Wartehäuschen am Busbahnhof seien zu klein - die Zeitanzeigen unpraktisch angebracht, findet die CSU. Das Fahrgastaufkommen am Pasinger Bahnhof sei hoch, deswegen habe man dort die „größten zur Verfügung stehenden Wartehallen verwendet“, berichtet Miehling. Derzeit seien es acht „Hallen“, in Kürze werden es zehn: zwei provisorische werden gegen zwei „normale“ Wartehäuschen ausgetauscht. Die Anzeigen mit den Abfahrtszeiten seien immer an der Seite angebracht, aus der der Bus komme, erklärt Miehling weiter, „damit der Fahrer die Haltestelle optimal einsehen kann“.
Auch die Verlegung der Tram-Haltestelle „Am Westbad“ sei verfehlt, klagt Wackermann weiter. Bei einem tragischen Unfall vor drei Wochen fuhr ein Schulbus das Wartehäuschen dort um und verletzte drei Frauen. Die CSU ist sich sicher: Unfallursache ist die neue, zu eng gezogene Straßenführung. MVG-Sprecher Miehling weist die Vorwürfe „in aller Schärfe zurück“. Sämtliche Planungen seien mit den verantwortlichen städtischen Referaten abgestimmt und genehmigt gewesen. Gerade die Haltestelle am Westbad sei „auf ausdrücklichen Wunsch des örtlichen BA (Bezirksausschuss)“ an ihren neuen Standort verlegt worden. Miehling: „Der Schulbus-Unfall passierte laut Polizei aufgrund eines Fahrfehlers.“ Die Breite der Fahrspur entspreche den verbindlichen Vorgaben.
Weiter geklärt werden könnten die Vorwürfe jetzt durch die Stadtverwaltung. CSU-Stadtrat Josef Schmid zählte in einer offiziellen Anfrage noch einmal alle Kritikpunkte auf.

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