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Ein Baum ? – Einbaum !


Nachricht von: Münchenanzeiger
Obermenzing, 28.01.2012 10:00


Das Foto zeigt ein Mädchen beim Sommerferienprogramm KIKS, welches aus einem nachgestellten Feuchtbodengebiet Fundstücke ausgräbt. Foto: privat
OBERMENZING. Schüler der 12. Klasse des Obermenzinger Gymnasiums haben gemeinsam mit dem Kinder- und Jugend- Museum die Ausstellung „Ein Baum?- Einbaum!“ realisiert, die sich mit dem Thema Unterwasserarchäologie beschäftigt.
Die Ausstellung fand bereits auf dem Kinder- und Kultur-Festival (KIKS) in München großes Interesse, so dass sich die Schüler des P-Seminars „Unterwasserarchäologie in Bayern“ dazu entschlossen, die Ausstellung an ihrer Schule noch einmal aufzubauen. Auch dank der Unterstützung des Bezirksausschusses 21 (Pasing-Obermenzing) konnten vom 18. bis zum heutigen 25. Januar Grundschulklassen das Obermenzinger Gymnasium besuchen und dort in die abenteuerliche, aber auch strengen wissenschaftlichen Regeln unterworfene Welt eines Unterwasserarchäologen eintauchen. In zahlreichen Besuchen von Museen und Fortbildungsveranstaltungen, z.B. vom Bayerischen Institut für Unterwasserarchäologie, war den Seminarteilnehmern unter anderem klar geworden, dass Unterwasserarchäologie nichts mit Schatztauchen zu tun hat. Es geht den Forschern nicht darum, als reiche Männer oder Frauen vom Grund des Sees zurückzukommen, sondern den Fund in Zusammenhang mit seiner Umgebung wissenschaftlich auszuwerten.
Zu den beeindruckendsten Fundstücken der bayerischen Unterwasserarchäologie zählen zweifelsohne die Einbäume, die z.B. auf dem Grund des Starnberger Sees gefunden wurden und mehrere hundert Jahre alt sein können. Ein solcher Einbaum steht auch im Zentrum der Mitmach-Ausstellung. Motiviert durch diesen Einbaum erfahren die jugendlichen Forscher etwas über Auftrieb, die Beschaffenheit von Holz, die Altersbestimmung hölzerner Fundstücke (Dendrochronologie) oder die Ausrüstung eines Forschungstauchers. Ein ganz besonderes Highlight ist die Feuchtbodenausgrabungsstätte in der die jungen Archäologen mit Spatel und Pinsel nach Fundstücken suchen dürfen und schließlich Skizzen ihrer Funde machen können.

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