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Große Pläne zum 21. Geburtstag


Nachricht von: Münchenanzeiger
Neuhausen, 19.01.2012 12:00


Erst die Arbeit ...: Backstage-Chef Hans-Georg Stocker (mit Zeigestock) nutzte den Geburtstagsempfang auch, um seine Neubaupläne kurz vorzustellen. Die Gäste ließen sich von seiner Begeisterung anstecken. Fotos: U.L.
NEUHAUSEN (U.L.) Vor knapp zwei Monaten wusste das Kultur- und Veranstaltungszentrum Backstage an der Reitknechtstraße noch nicht, ob es seinen 21. Geburtstag am 11. Januar unbeschwert wird feiern können. Nach einer erneuten Fristverlängerung der Grundstücksvereinbarungen zwischen aurelis, Stadt und Backstage im Dezember (wir berichteten) stand das Fest zum Jahresanfang dann aber doch unter positiven Vorzeichen.
Völlig sorgenfrei können Hans-Georg Stocker und sein Team trotzdem nicht ins Jahr 2012 starten: Der Backstage-Betreiber steht unter enormem Zeit- und Finanzierungsdruck. Die neuen Vorgaben von Stadt und aurelis sehen vor, dass das „neue Backstage“ in unmittelbarem Anschluss an das jetzige Gelände bis 2014 realisiert sein soll und ein Großteil der heutigen Flächen bis dahin schrittweise geräumt sein muss. Das ist sehr wenig Zeit für ein so großes, um nicht zu sagen visionäres Neubauprojekt mit einem Gesamtvolumen von bis zu 12 Millionen Euro Bau- und Planungskosten. Dass er sich die Begeisterung für sein neues Backstage – „es wird im Grunde etwa so sein wie das alte, nur noch besser“ – aber auch von diesen Herausforderungen nicht nehmen läßt, demonstrierte Hans-Georg Stocker beim Geburtstagsfest vor zahlreichen Freunden, Förderern und Gästen der Einrichtung letzte Woche. Voller Enthusiasmus stellte er die Neubaupläne vor und erntete dafür einhellige Zustimmung. Als nächstes muss er – möglichst bis Mitte des Jahres – die Lokalbaukommission ebenso überzeugen und einen genehmigungsfähigen Bauantrag vorlegen.
Parallel dazu geht es an die Suche nach Investoren, Sponsoren und Förderern. Stockers Blick geht dabei auch über die Stadtgrenzen hinaus in Richtung Freistaat. Immerhin hat das Kultur- und Veranstaltungszentrum inzwischen bayernweit große Bedeutung in der Musikszene. „Warum sollen immer nur Einrichtungen im Bereich der klassischen Musik Landesmittel bekommen?“, fragt sich Stocker nicht zuletzt nach der aktuellen Konzertsaal-Diskussion in München.
Am Mittwoch letzter Woche wurde aber erstmal weniger politisiert als gefeiert. Souverän zapfte Hans-Georg Stocker vor seinen Gästen ein Fass Kaltenberger Bier an und beruhigte die Anwesenden zugleich: „Keine Angst, ich werde mich nicht sofort als OB-Kandidat bewerben ....“ Er hat, wie gesagt, erstmal noch ganz andere Sorgen.


... dann das Vergnügen (v.li.): Georg Fichtner (Mitglied im BA 9), Oliver Lentz (Schlossbrauerei Kaltenberg), Backstage-Chef Hans-Georg Stocker und Klaus Dieter Nicola (Geschäftsführer Schlossbrauerei Kaltenberg).




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