Clarissa Käfer beschirmt „Haus mit Herz“
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Münchenanzeiger
Neuhausen, 01.02.2012 12:00 |
 Adrian Köstler und Manfred Welzel (rechts), beide Vorstand McDonalds Kinderhilfe, mit der neuen „Schirmherrin“ Clarissa Käfer im Ronald-McDonald-Haus am Deutschen Herzzentrum in Neuhausen. Fotos: pgv NEUHAUSEN (pgv) Noch sind die Umbauarbeiten am Ronald-McDonald-Haus am Deutschen Herzzentrum an der Lazarettstraße in vollem Gange. Voraussichtlich ab Herbst diesen Jahres wird das Haus dann um zusätzliche Stockwerke, ein helles Foyer, eine große Küche und Spielzimmer erweitert, wieder für die Eltern der am Herzzentrum betreuten Kinder zur Verfügung stehen.
Gerade für schwerkranke Kinder, wie sie im dortigen Klinikum behandelt werden, ist es enorm wichtig dass die Eltern während des Klinikaufenthaltes in der Nähe ihrer Kinder sein können. Für Familien ausserhalb Münchens, die keine Unterkunft vor Ort haben, ist dies nur mit grossen finanziellen Aufwand zu leisten. Um diesen Eltern dennoch die Nähe zu ihren Kindern zu ermöglichen, errichtete die Ronald-McDonald´s Kinderhilfe deutschlandweit 17 Einrichtungen mit Einzelappartements für Eltern, in unmittelbarer Nachbarschaft zu den Kliniken. Allerdings hat diese Unterstützung auch ihren Preis. Alleine im gerade im Bau befindlichen Haus am Herzzentrum mit seinen 24 Appartements, das jährlich 600 Familien ein vorübergehendes Zuhause bieten soll, fallen im Jahr rund 220.000 Euro Betriebskosten an. Der Betrieb ist daher nur durch zahlreiche ehrenamtliche Mitarbeiter und umfangreiche Spendentätigkeit zu leisten.
Um Werbung für die gute Sache zu machen und viele Unterstützer zu gewinnen, hat die Einrichtung am Herzzentrum eine besondere Schirmherrin gewonnen. Clarissa Käfer, Ehefrau des Münchner Feinkosthändlers Michael Käfer, setzt sich ab sofort publikumswirksam für die Ziele des Ronald-McDonald Hauses ein. In Ihrer Antrittsrede betonte sie, dass sie durch ihr Engagement „der Gesellschaft damit etwas zurückgeben möchte“. Auch kann sie „als Mutter zweier Kinder, die grossen Sorgen der hier betroffenen Eltern im kleinen nachfühlen“. Überzeugt ist sie auch, „dass durch die Nähe von Mama und Papa der Genesungsprozess der Kinder schneller voranschreitet“. Eine Freundin hat sie auf die Kinderhilfe aufmerksam gemacht, erzählt sie später und dass sie zusätzlich mit einer Patenschaft eines der 24 Appartements im Haus unterstützen wird. Hier noch weitere Paten zu finden, sei auch eine ihren Hauptaufgaben als Schirmherrin. Professor Dr. Jakob Hess, Direktor der Klinik betonte in seiner Rede die Wichtigkeit der Einrichtung: „Unsere Klinik kann ohne das Ronald-McDonald-Haus nicht funktionieren“, sagte er. „Darum setze er sich seit Beginn seiner Tätigkeit für diese Einrichtung ein“. „Es ist extrem wichtig, dass den Eltern die Möglichkeit geboten wird, aus dem Klinikalltag zu entfliehen“. „Auch belegen harte Daten, dass der Heilungsprozess bei Kindern durch die Nähe der Eltern beschleunigt wird“, fügte er an. Weiters dankte er allen Helfern „für ihren tollen Einsatz und die Motivation, ohne etwas Materielles zurückzubekommen“.
Möglichkeiten, diese Hilfestellung für Eltern schwer kranker Kinder zu unterstützen, sind zahlreich. Helfen lässt sich mit Geld, aber auch Sachspenden und vor allen Dingen Zeit werden immer gebraucht. Auch besteht die Möglichkeit, Patenschaften zu übernehmen, oder ganz einfach eigene Ideen zur Unterstützung der betroffenen Familien einzubringen. Spender können sich am geplanten „Weg der guten Töne“ mit ihrem Namen verewigen lassen. Auf Noten aufgebracht, sollen diese tausend Namen künftig eine Melodie bilden und damit den Weg bis zum Eingang des Hauses säumen.
Peter Gardill-Vaassen |
 Blick auf die Baustelle des künftigen Hauses. |
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