Pluspunkte fürs Kreativquartier
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Münchenanzeiger
Neuhausen, 25.01.2012 18:00 |
 Im vergangenen Jahr fanden mehrere Workshops und Diskussionsrunden zur Entwicklung des Kreativquartiers am Leonrodplatz statt. Foto: U.L. Die „Tonnenhalle“ und die „Jutierhalle“ an der Dachauer Straße sind sanierungsfähig
NEUHAUSEN (U.L./–) Gute Neuigkeiten zum geplanten Kreativquartier an der Dachauer Straße/Leonrodplatz gab es letzte Woche im Kulturausschuss des Stadtrats: Das Kulturreferat hat die beiden Baudenkmäler „Tonnenhalle“ und „Jutierhalle“ an der Dachauer Straße untersuchen lassen. Dabei wurde festgestellt, dass eine wirtschaftliche Sanierung machbar ist. Zwar sind beide Hallen durch Vandalismus, Feuchtigkeit und Taubenkot beschädigt, bei der Tonnenhalle sind auch Fassaden- und Betonsanierungen notwendig, allerdings halten die Gutachter die Probleme insgesamt für lösbar.
Eine Sanierung würde nach einer Grobkostenschätzung bei der Jutierhalle etwa 2,18, bei der Tonnenhalle rund 6,02 Millionen Euro kosten. Hinzu kämen ca. 48.000 Euro für Sofortmaßnahmen. Allerdings sind dabei noch keinerlei Kosten für die weitere Nutzung enthalten.
Das Planungsreferat führt derzeit für das Gesamtgelände, auf dem eine Kombination von Wohnen, Arbeiten, Wohnateliers, „Co-Working-Spaces“ und Räumen für das „Artist-in-Residence-Programm“ Platz finden soll, einen städtebaulichen und landschaftsplanerischen Wettbewerb durch. Die Möglichkeit einer Kreativnutzung soll dabei mit eingeplant werden (wir berichteten). Für Mai 2012 werden erste Ergebnisse erwartet. Das städtebauliche Konzept dient als Grundlage für die Bauleitplanung.
Daneben lobt das Kulturreferat einen sog. multidisziplinären Beteiligungswettbewerb mit dem Ziel aus, Vorschläge für ein Betriebs-, Organisations-, Finanzierungs- und Realisierungskonzept zu erhalten. Dabei sollen Teams, die aus unterschiedlichen Professionen zusammengesetzt werden, Kurzkonzepte für die spätere Nutzung erarbeiten. Bis zu fünf Gruppen werden anschließend mit der Unterstützung von Experten/innen ihre Vorschläge weiter ausarbeiten können.
Der Ausschreibungstext dafür soll Ende Februar 2012 veröffentlicht und die Arbeiten können bis Mitte Juni eingereicht werden. Der Wettbewerb dann nach Beratungen etwa Ende Februar 2013 endgültig entschieden werden. Auf dieser Grundlage wird dann ein entsprechendes Nutzerbedarfsprogramm entwickeln und parallel dazu wird die qualifizierte Machbarkeitsstudie erstellt.
Das etwa 20 Hektar große Planungsareal östlich der Dachauer Straße erstreckt sich von der Lothstraße im Süden bis zur Schwere-Reiter-Straße im Norden. Im Osten wird das Gelände durch die Heßstraße, bzw. Infanteriestraße begrenzt. Schwerpunktmäßig sollen auf dem Areal nach Auskunft aus dem Planungsreferat neue Wohnungen und die dazu gehörenden Freiflächen entstehen. Eine Grundschule und Kinderhäuser werden in das Gebiet integriert. Im Anschluss an die Hochschulgebäude an der Lothstraße wird die Hochschule München zu einem „Campus Nord" erweitert. Um den Leonrodplatz soll die vorhandene Quartiersversorgung ergänzt werden. |
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