Neue Schulen, alte Aufgaben – wichtige Themen und Projekte 2012
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Münchenanzeiger
Neuhausen, 25.01.2012 12:00 |
 Die neue Grundschule mit Tagesheim an der Margarete-Danzi-Straße nimmt Formen an. Aufgenommen wurde das Foto vom Eingang zum angrenzenden ESV-Sportpark aus, mit dem die Schule eng kooperieren wird. Fotos: U.L. NEUHAUSEN-NYMPHENBURG (U.L.) Endlich! Mit Beginn des kommenden Schuljahres im September dieses Jahres wird sich die Schullandschaft im 9. Stadtbezirk verändern und die Situation für viele Familien in den Neubaugebieten Arnulfpark und Nymphenburg Süd entspannter: Im September werden die beiden neuen Grundschulen im Arnulfpark und Nymphenburg in Betrieb gehen und damit auch Provisorien und Platzprobleme an Schulen und Betreuungseinrichtungen in den Nachbarvierteln nach Möglichkeit entschärfen. Diese und weitere Bauprojekte, Themen und offene Fragen beschäftigen den 9. Stadtbezirk in diesem Jahr.
Zwei neue Grundschulen
Die neue 5-zügige Grundschule an der Margarete-Danzi-Straße bietet außerdem ein achtgruppiges Tagesheim und eine 4-gruppige Mittagsbetreuung. Baubeginn war im Juli 2010 – viel zu spät, wie viele Eltern und der BA 9 kritisierten. Die Grundschule an der Südlichen Auffahrtsallee, aus deren Sprengel jetzt auch der Sprengel für die neue Schule in Nymphenburg Süd gebildet wird, kam in den letzten Jahren so sehr in Platznot, dass eine Zweigschule in einer Containeranlage an der Trojanostraße eingerichtet werden musste. Ob und wenn ja, wie lange, die provisorische Schule dort nach der Eröffnung der neuen Schule im September stehen bleiben wird, konnte das Referat für Bildung und Sport zu Jahresbeginn noch nicht sagen.
Und noch eine zweite Grundschule für Neuhausen-Nymphenburg geht im Herbst an den Start: die neue dreizügige Grundschule mit sechsgruppigem Tagesheim und zwei Mittagsbetreuungsgruppen im Arnulfpark. Dort warten die Eltern aus dem Neubaugebiet ähnlich lange auf eine ortsnahe und möglichst ganztägige schulische Betreuung ihrer Kinder.
Baubeginn für Kitas
Was die vorschulische Betreuung angeht, so wird in diesem Jahr auf den zentralen Bahnflächen mit dem Bau von zwei weiteren Kindertagessstätten begonnen (an der Schloßschmiedstraße und der Schäringer-/Richelstraße), außerdem ist an der Orffstraße 56 und im zweiten Bauabschnitt des Neuhauser Trafo an der Nymphenburger-/Aldringenstraße mit dem Baubeginn für zwei Kooperationseinrichtungen zu rechnen.
Neuhauser Trafo 2
Der Neuhauser Trafo 2 ist natürlich insgesamt ein wichtiges Projekt für 2012: Das Sozialreferat arbeitet weiterhin gemeinsam mit dem Kulturreferat und dem Referat für Bildung und Sport an einer „genehmigungsfähigen Planung, die alle Bedarfe und die Kritikpunkte des Verwaltungsgerichts berücksichtigt“, so Fabian Riedl, Sprecher des Sozialreferats. Riedl: „Wenn eine positive Abstimmung erfolgt ist, werden wir einen neuen Bauantrag einreichen und dem Bezirksausschuss die Planung vorstellen.“
In engem Zusammenhang damit stehen auch die Pläne für ein Alten-Service-Zentrum (ASZ) für Nymphenburg in der Arnulfstraße 294 – wo als Nachnutzer der Stadtbibliothek aktuell der „Kulturpavillon“ in Betrieb ist. Im Frühjahr 2012 soll nach Informationen aus dem Sozialreferat dem Sozialausschuss des Stadtrates die Beschlussvorlage in Sachen „Bedarfsgenehmigung und Projektauftrag für das ASZ Nymphenburg, Arnulfstr. 294,“ vorgelegt werden. Die Fläche wird frei, sobald der 2. Bauabschnitt des Trafos fertig ist und der Kulturverein in den neuen Trafo ziehen kann.
Rosa-Bavarese-Treff
Eher ohne große öffentliche Aufmerksamkeit laufen derweil die Vorbereitungen für einen weiteren bürgerschaftlichen Treffpunkt im 9. Stadtbezirk weiter: An der Rosa-Bavarese-Straße gleich beim S-Bahnhof Laim, unweit von der neuen Grundschule und vom ESV-Sportpark, wird ein offener Kinder- und Teenie-Treff nebst Bewohnertreff geschaffen. Derzeit läuft die Trägerausschreibung für die gemeinsame Einrichtung. Nach Auskunft des Bauträgers ist mit der Bezugsfertigkeit Ende 2012/Anfang 2013 zu rechnen.
Mehrgenerationenwohnen
Und noch ein spannendes Wohn- und Sozialprojekt wird dieses Jahr Fortschritte machen: das Mehrgenerationenwohnen am Reinmarplatz mit Neubau eines Wohngebäudes (Mehrgenerationenwohnen mit einem großen Anteil an geförderten Wohnungen) inklusive Sozialeinrichtungen für das Haus selbst und die Nachbarschaft. Den Bauträgern Gewofag und Wogeno liegt ein positiver Bauvorbescheid vor. Die Entwurfsplanung wird auf dieser Basis derzeit weiter ausgearbeitet. Geplant sind Wohnungen, ein Kindertageszentrum, ein Stützpunkt für einen ambulanten Dienst, der das Konzept Wohnen im Viertel umsetzt und alle pflegebedürftigen Mieter versorgen kann, und ein Begegnungszentrum, das als Treffpunkt für alle Mieterinnen und Mieter dient und für die Vernetzung im Viertel sorgen soll. Sabine Sommer, Sprecherin der Gewofag, teilt mit: „Im April wollen wir die Baugenehmigung einreichen. Baubeginn ist für Herbst 2012 geplant, Fertigstellung für Herbst 2014.“ Der Abbruch des alten Wilhelmine-Lübke-Hauses passiert dieses Jahr, grob geschätzt etwa von Mai bis September. „Die Nachbarn informieren wir natürlich rechtzeitig“, so die Gewofag.
Trambahn-Westtangente
Auch ein großes Verkehrsthema soll bei dieser Themenvorschau nicht unerwähnt bleiben: Die Trambahn-Westtangente hat nach der Vorplanung im Herbst 2010, der zweiten Werkstattrunde in den Stadtbezirken im Sommer 2011 und Anpassung der Planung im Herbst 2011 noch keine sichtbaren Fortschritte gemacht. Für 2012 ist laut MVG-Sprecher Michael Solic „eine Stadtratsbefassung zur Beauftragung der SWM mit weiteren Planungsschritten geplant“. Das Planungsreferat teilte dem NNA auf Anfrage mit, dass die Stadt nach wie vor an der Umweltverbundröhre am Laimer Bahnhof und damit verbunden an der Trambahn-Westtangente festhalte. Dies hängt aber eng mit der zweiten S-Bahn-Stammstrecke zusammen. Die Stadtspitze sei hierzu im Kontakt mit dem Freistaat. „Diese Ergebnisse warten wir ab“, so Katja Strohhäker vom Planungsreferat.
Ursula Löschau |
 Das neue Schulgebäude von der anderen Seite aus gesehen. | |
 Das bisherige Wilhelmine-Lübke-Haus am Reinmarplatzsoll im Lauf dieses Jahres abgerissen werden, um einem neuen Wohnprojekt "Mehrgenerationenwohnen mit Sozialeinrichtungen" Platz zu machen. Foto: U.L. |
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