Mit Tablet und Brotzeitbrett
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Münchenanzeiger
Neuhausen, 11.01.2012 12:00 |
 Augustiner-Chef Dr. Jannik Inselkammer, Regierungspräsident Christoph Hillenbrand, 1. Vorsitzender des Tourismusverbandes München-Oberbayern, und Münchens Tourismusdirektorin Dr. Gabriele Weishäupl gaben im Augustiner-Keller den Startschuss für das Jubiläumsjahr. Dazu wurde wie einst (symbolisch) Eis geschnitten. Fotos: U.L. Startschuss zum Jubiläumsjahr 200 Jahre Biergarten
MÜNCHEN (U.L./–) Vor 200 Jahren, am 4. Januar 1812, wurde von Bayerns König Max I. durch
allerhöchstes Reskript erlaubt, dass Brauereien direkt am Ort der Herstellung ihr Bier ausschenken dürfen: „Es ist den Bierbrauern gestattet, auf ihren eigenen Märzenkellern in den Monaten Juni, Juli, August und September selbst gebrautes Märzenbier in Minuto zu verschleißen, und ihre Gäste dortselbst mit Bier und Brod zu bedienen. Das Abreichen von Speisen und anderen Getränken bleibt ihnen aber ausdrücklich verboten.“ Das war die Geburtsstunde der bayerischen Biergarten-Tradition und damit einer Besonderheit, die auf der ganzen Welt bislang einzigartig ist.
Dass der 200. Biergarten-Geburtstag heuer auf einen verregneten Tag im Januar fiel, hielt eine ganze Schar von Festgästen am Mittwoch letzter Woche im (ebenfalls 200 Jahre alten) Augustiner-Keller in der Arnulfstraße nicht davon ab, das Jubiläumsjahr stilecht mit Eisschneiden, Bier und Brotzeit zu eröffnen.
Doch keine Bange: Das Fest für Münchner Wirte, Pressevertreter und weitere geladene (Stamm)-Gäste im Augustiner-Keller bleibt nicht die letzte Jubiläums-Veranstaltung für Biergartenliebhaber in 2012. Das ganze Jahr über organisieren die Stadt München, der Tourismusverband München-Oberbayern und zahlreiche traditionelle Biergärten so allerhand Feste zu Ehren des Markenzeichens bayerischer Lebensart und Gemütlichkeit.
Mehr dazu unter www.200-jahre-biergarten.de - was unter anderem beweist: auch moderne Kommunikation und bayerische Biergarten-Gemütlichkeit müssen nicht im Widerspruch zueinander stehen ... |
 Sehr zur Freude zahlreicher Pressevertreter, wie man sieht. |  Bis zur Einführung von Eismaschinen Ende des 19. Jahrhunderts bauten in der kalten Jahreszeit fleißige Arbeiter in Flüssen, Seen, Teichen oder eigens angelegten Eisweihern die nötige Kühlung für die Bierkeller ab. Auch der Nymphenburger Kanal und der Schlosspark wurden für die Eisernte genutzt. Foto: U.L.
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 Regierungspräsident Christoph Hillenbrand, 1. Vorsitzender des Tourismusverbandes München-Oberbayern, mit der Original-Urkunde von König Max I. und der "modernisierten" Form des Brotzeitbrettls - mit "Tablet"-Funktionen. Diesen Gag brachte er zur Auftaktveranstaltung mit. |  Ferdinand Schmid ist Ex-Geschäftsführer der Augustiner-Brauerei, erster Vorstand der Edith-Haberland-Wagner-Stiftung, die 51 Prozente der Brauerei-Anteile hält, Ehrenpräsident des Bayerischen Brauerbundes, Münchner Ehrenbürger – und gilt als "König der Münchner Bierkultur". Auch er würdigte die Besonderheiten der Bayerischen Biergartenkultur. Foto: Stefan Mayerhofer
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 Die Urkunde, mit der alles begann, im 200 Jahre alten Biergarten des Augustiner-Kellers. |  Augustiner-Chef Dr. Jannik Inselkammer im zum Gastraum umfunktionierten alten Augustiner Bierkeller.
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