Granty – wer schützt jetzt das Wort?
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Da ist mir in der letzten Glosse ein Wort herausgerutscht, das eigentlich nur den Gegen-Typ zum Dauergrinsi-Gesicht, dem gelbfröhlichen Smiley, benennen sollte:
Der Granty!
Und die Reaktion auf den „Granty“ war vollkommen unerwartet. Wer schützt mir jetzt das wertvolle Wort? Wer wird die Welt-Rechte vertreten, wird die Armee von smarten Anwälten befehligen, falls jemand (ohne meine Zustimmung) ein Drei- punkte-Gesicht malt, mit grantig nach unten gezogenen Mundwinkeln?
Aus einem Leserbrief: „… schreibe ich gleich nach dem Genuss Ihres Smily-Artikels. Ihre Worterfindung „Granti“ finde ich großartig. Das ist ein schönes bayrisches Wort …“
Warum eigentlich nicht, liebe Frau Edith R. – Schöne neue, vielleicht gar bayerische, in jedem Fall garantiert un-englische Worte erfinden, um dem SMS-Fetzenliteratur-Betrieb („hdgdl“, habdiganzdoll-lieb; statt „ich habe dich wirklich sehr, sehr gerne“…), entgegenzutreten?
Aus demselben Leserbrief: „Ich werde Granti gleich eifrig in meinem Bekanntenkreis verteilen. Vielleicht verbreitet er sich genauso schnell wie das Kotz-Wort „public viewing“ …!“
Wie wahr.
Wir pappen jetzt nicht nur Smilis (Smileys, Smilys), sondern auch Grantis auf verbohrte Hirnkastl. Zum Beispiel, wenn im Gebirge einer dieser Mountainbike-Deppen daherkommt. Mundwinkel haben die eh immer nach unten, Biker sind die Nachfolger der Flagellanten im hohen Mittelalter.
Wir vergeben Grantis, vielleicht gar Granti-Grammys.
Wer in meiner Umgebung die widerliche Hetzjagd auf den Bundespräsidenten auch nur erwähnt, – bumm, Granti am Hirn. Und alle die professionellen Angstmacher: Eurokrise, Hedge-Fonds, Weltuntergang, Klimawandel … zack: Granti am Hirn.
Mit grinsgrantelndem Gruß der Fritz Fenzl |
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