Wer darf mitspielen? - Zank um „Ubo 9“ CSU: Assal „agiert als Spalter“ - Assal: „Demokratischer geht´s nicht“
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Münchenanzeiger
Aubing, 01.02.2012 12:00 |
 Kulturreferent Georg Küppers zu Besuch im März 2010. Im Hintergrund sieht man wie das „Ubo 9“ seinen heutigen Eingang bekommt. Foto: Assal AUBING (kö) Der Streit um das Kulturzentrum „Ubo 9“ geht weiter. Am morgigen Donnerstag lädt die SPD München-West dort zum Neujahrsempfang mit OB Christian Ude. In einer dramatisierenden Presseerklärung vermutet die Aubinger CSU nun, dass dort ein „Ableger des SPD-Parteibüros“ geschaffen werden soll. „Bisher hatte die ganze Geschichte ein Geschmäckle, jetzt stinkt die Sache sprichwörtlich zum Himmel“, findet der CSU-Ortsvorsitzende Johann Sauerer.
In der vergangenen Sitzung des Bezirksausschusses kam es zum Eklat um die Trägerschaft für das neue Kulturzentrum. BA-Chef Josef Assal (SPD) hatte nur einige Tage zuvor den Verein „Kulturforum 22“ gegründet, der dann mit einer Mehrheit von SPD und Grünen dem Stadtrat als Trägerverein für das „Ubo 9“ empfohlen wurde. Ein Alternativkonzept der CSU wurde mit den gleichen Stimmen abgelehnt. „Demokratischer geht´s nicht mehr!“, wehrt sich Assal gegen die Vorwürfe, die rund um die Vorgänge gegen ihn aufgekommen sind.
Zu Unfrieden führten sowohl die Umstände rund um die Vereinsgründung, als auch um die Abstimmung im BA.
Die CSU unterstellt Assal allein parteipolitische Ziele, denn die Führungsriege des Trägervereins besteht nur aus Mitgliedern von SPD und Grünen. Allerdings habe auch die CSU einen Möglichkeit gehabt sich an der Vereinsgründung zu beteiligen, kontert Assal. BA-Mitglied und CSU-Bezirksrätin Barbara Kuhn sei als Kuratorin einer kürzlich im „Ubo 9“ gezeigten Ausstellung zur Gründungsversammlung eingeladen gewesen, aber nicht gekommen. Stattdessen habe sich CSU-Fraktionsvorsitzender Sebastian Kriesel angekündigt. Kriesel habe vorher bereits mehrfach den Vorschlag gemacht, das Kulturzentrum als Vereinsheim zu nutzen, berichtete Assal. Da dies nicht dem Konzept des neu zu gründenden Trägervereins entsprach und Kriesel „vermutlich nur zur Störung möglicherweise gar zur Verhinderung der Gründungsversammlung kommen wollte“, habe er ihm per Mail mitgeteilt, dass er nicht erwünscht sei, so Assal. Der BA-Chef betonte, dass Vereine, Institutionen und Kulturschaffende nach dem Eintrag ins Vereinsregister die Möglichkeit haben, schriftlich die Mitgliedschaft zu beantragen und dem Verein beizutreten.
Assal berichtete, dass er nach den ersten Veranstaltungen im „Ubo 9“ offiziell vom Kulturreferat ehrenamtlich eingesetzt wurde, sich um die Räume zu kümmern. Außerdem habe er die ebenfalls vom Kulturreferat gestellte Aufgabe ein Nutzungskonzept zu erarbeiten „gerne angenommen“. Als Vorsitzender des Trägervereins werde er das vom BA beschlossene Betriebskonzept „verkörpern“ und das Kulturzentrum „zum Wohle der mir als BA-Vorsitzender anvertrauten Bürgerschaft vor Ende meiner Amtszeit ins Ziel bringen.“
Die CSU wirft Assal dagegen vor, als „Spalter“ zu agieren. Als erster BA-Vorsitzender der vergangenen dreißig Jahre verfolge er nicht das Ziel, „die gesellschaftlichen Strukturen im Stadtbezirk zu einen und die besten Lösungen für unsere Heimat zu finden“. CSU-Fraktionsvorsitzender Sauerer: „Nie sind Streit und Umgangston im Bürgergremium so eskaliert, das Bürgergremium für parteipolitische Zwecke so missbraucht worden, wie in der Amtszeit von Dr. Assal.“ |
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