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Konkurrenz fürs Kulturforum 22 Aubinger: Vereine wollen eigenen Trägerverein für „Ubo 9“


Nachricht von: Münchenanzeiger
Aubing, 21.02.2012 18:00

AUBING (kö) Die Aubinger Vereine wünschen sich eine Alternative zum Kulturforum 22 als Trägerverein für das neue Kulturzentrum Ubo 9. Bei einer Versammlung der Arbeitsgemeinschaft Aubinger Vereine (ARGE) am vergangenen Freitag beauftragten sie darum mit großer Mehrheit vier ausgewählte Vereinsvertreter mit der Vorbereitung einer Vereinsgründung und der Ausarbeitung eines alternativen Betriebskonzeptes. Wolfgang Mayer (Männergesangsverein Germania Aubing), Heinz Holler (G.T.E.V. Almfrieden Aubing), Martina Krämer (Aubinger Archiv) und Klaus Bichlmayer (Verein 1000 Jahre Urkunde Aubing) sollen nun „einen Satzungsentwurf“ vorlegen, „der dann zunächst den Mitgliedsvereinen der ARGE zur weiteren Beratung vorgestellt werden soll“, heißt es auf der Internetseite der ARGE. „Es soll ein überparteilicher Verein sein“, erzählt Martina Krämer auf Nachfrage unserer Zeitung und betonte, dass keiner der vier Konzeptentwickler ein Parteibuch habe. Das ist wichtig, im Hinblick auf die Querelen, die die Gründung des Vereins Kulturforum 22 ausgelöst hat, dessen Vorstand rein aus Mitgliedern von SPD und Grünen besteht. „Die Vereine hatten die Befürchtung Bittsteller von Rot-Grün zu werden“, berichtete Anton Fürst, stellvertretender Vorsitzender der ARGE. Das Kulturforum sei nicht tragbar, findet er, denn dort werde „ausgegrenzt und ausgeschlossen“. Der neue Verein soll dagegen keinen Anlass mehr für Streit zwischen den Parteien geben. Er soll „parteifrei und zukunftsorientiert arbeiten und alle einbeziehen“, so Fürst . „Nur zum Wohl von Aubing“, betonte Krämer. „Unabhängig von politischer Polemik.“
In den nächsten Wochen will das Vorbereitungsteam seine Arbeit aufnehmen. Man möchte nichts über´s Knie brechen. Denn bis zur Entscheidung welcher Verein in Zukunft das Ubo 9 bespielen darf ist noch Zeit: „Vor dem Sommer befasst sich der Stadtrat nicht mit dem Thema“, weiß Krämer. „Bis Ende des Jahres hat das Kulturreferat das Sagen über die Räume.“

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